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"Der Pflegeprozess läuft runder"

AWO Rheinland setzt auf Qualitätssteigerungen und mehr Zeit für Bewohner durch den Einsatz der elektronischen Pflegedokumentation

Das System sollte möglichst wenig Ressourcen binden, die Qualität steigern und den Dokumentationsvorgang vereinfachen – das waren die nachvollziehbar hohen Anforderungen, die die Arbeiterwohlfahrt Rheinland bei der Suche nach einer EDV-gestützten Pflegedokumentation stellte. Mehr als ein Dutzend auf dem Markt verfügbare Systeme wurden intensiv geprüft, bevor sich der Bezirksverband entschied: Die Einrichtungen der AWO Rheinland werden mit arbeiten.

"Mich hat noch nie ein System so überzeugt", fasst Abteilungsleiter Heinz Hörter seinen Eindruck von der DAN-Softwarelösung zusammen. Er verantwortet alle 14 Senioreneinrichtungen des Verbandes und war bei vielen anderen EDV-Dokumentationen neben inhaltlichen und technischen Mängeln vor allem von einem immens hohen und teuren Schulungsbedarf abgeschreckt. Dass gerade die vielen Pflegehilfskräfte schon nach einer nur 20-minütigen Einweisung mit den DANtouch-Monitoren arbeiten können, überzeugte ihn letztlich genauso wie die lückenlose Erfassung der Pflegeverrichtungen, die zahlreichen eingebauten Arbeitshilfen wie Trinkmengenberechnungen oder Richtwerte und die sichere Aufzeichnung aller Maßnahmen.

Der AWO Bezirksverband Rheinland betreibt neben vielen anderen Angeboten der sozialen Betreuung und Beratung Seniorenresidenzen und Pflegeeinrichtungen im nördlichen Rheinland-Pfalz. Im ersten Schritt arbeiten inzwischen zwei Pflegeheime vollständig mit der elektronischen Dokumentation , nach den guten Erfahrungen werden Schritt für Schritt alle Häuser des Verbandes umgerüstet. "Das System ist sehr logisch aufgebaut und bietet den Mitarbeitern an vielen Stellen gute Unterstützungen", sagt Carlo Strohe, der als Einrichtungsleiter im AWO Seniorenzentrum Mayen bereits papierlos dokumentieren lässt. In den Wohnbereichen des Hauses hängen nun zwei Touchmonitore auf den Fluren, um alle Pflegeverrichtungen im Vorbeigehen erfassen zu können. Dazu melden sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell und sicher mit einem Steckschlüssel an. Das DANtouch-System führt sie dann zu den intuitiv zu bedienenden Eingabebildschirmen, auf denen beispielsweise Schmerzpunkte oder Wundrisikobereiche auf einem grafisch stilisierten menschlichen Körper direkt markiert werden können. EDV-Pojektleiter Peter Herbel installierte zudem zwei zusätzliche PC's im Dienstzimmer, die den examinierten Kräften zur Pflegeplanung und zur Auswertung der erfassten Daten dienen. So kann die persönliche Entwicklung eines Bewohners über einen längeren Zeitraum hinweg ebenso grafisch dargestellt werden, wie Vergleiche zwischen mehreren Bewohnern oder ganzen Wohnbereichen. Während der ersten Umstiegsphase mussten dazu natürlich alle bisher herkömmlich dokumentierten Daten im System erfasst werden. Während der anspruchsvollen Sichtung konnten allerdings die Bewohnerakten und Pflegeplanungen gleich auf Aktualität und Vollständigkeit überprüft werden.

Inzwischen hat sich die elektronische Pflegedokumentation auch im Alltagseinsatz der AWO-Häuser bewährt. Die Pflegekräfte können Zeit, die sie nun nicht mehr über den Papieren sitzen, für die Betreuung der Bewohner oder eine intensivere Pflegeplanung nutzen. So kommen die zusätzlichen Ressourcen direkt der Pflege- und Betreuungsqualität in den AWO-Einrichtungen zu Gute. Zudem zeigen sich die Vorteile einer EDV-gestützten Datenerfassung: "Die Pflegestandards sind bereits hinterlegt und werden vom Hersteller ständig aktualisiert, können aber auch durch unsere eigenen internen Qualitätskriterien ergänzt werden", erläutert Abteilungsleiter Heinz Hörter. Das System kennt darüber hinaus die wissenschaftlich definierten Richtwerte, fordert bei einer Überschreitung beispielsweise des persönlichen Grenzwertes für den Blutdruck stets eine konkrete Maßnahmenplanung. Die Tabellen, die in vielen Häusern zwar geführt werden aber dann oftmals ohne Folgen bleiben, gehören damit ebenso der Vergangenheit an wie die zeitraubende Suche nach fehlenden Handzeichen. Alle noch nicht abgezeichneten Verrichtungen werden in DANtouch stets übersichtlich aufgelistet.

 

Für den Pflegedienstleiter der Mayener Piloteinrichtung gehört auch die automatische Erinnerung des Systems an eine Überprüfung und Aktualisierung der Pflegeplanung zu den großen Vorteilen. "Der Pflegeprozess läuft runder", sagt Dieter Saar schon nach einigen Wochen der Alltagserprobung. Ein weiterer wichtiger Faktor gerade in dieser ersten Phase war auch die gute Begleitung durch den Hersteller. Die Produktmanager und Fachberater der DAN Produkte Pflegedokumentation GmbH begleiteten in Schulungen und Projektgesprächen den Umstieg auf die elektronische Dokumentation und passten das System zum Teil auf individuelle Bedürfnisse der AWO-Einrichtungen an. Bei Rückfragen zum alltäglichen Einsatz der Software stehe zudem das EDV-Zentrum der Fachfirma stets hilfreich zur Seite, lobt Pflegedienstleiter Saar, der auch die Zusatzfunktionen des Programms, wie das eingebaute Mailsystem intensiv nutzt. Fehlt ihm beispielsweise eine Information von einer Mitarbeiterin aus dem Nachtdienst, muss er nicht spät abends anrufen oder interne Notizzettel schreiben. Er versendet mit der in DANtouch enthaltenen Nachrichtenfunktion einfach einen kurzen Hinweis, den die Pflegekraft beim nächsten Anmelden am Touchbildschirm sofort angezeigt bekommt. So lassen sich auch Wohnbereichs­besprechungen oder MDK-Besuche schnell der gesamten Belegschaft mitteilen, ohne dazu zeitaufwändige und unzuverlässige Telefonketten zu starten.

Und der neue „runde“ Arbeitsprozess geht weit über die Pflege hinaus. Auch die Kommunikation mit dem sozialen Dienst läuft reibungsloser. An ihrem eigenen Terminal können die Therapeuten erfassen, welche Gruppenangebote oder individuellen Tagesstrukturen ein Bewohner genutzt hat und hinterlegen diese Daten damit automatisch in der jeweiligen Dokumentation. Sie fließen in den persönlichen Tagesplan der Bewohnerinnen oder der Bewohner ein, wo auch Arztbesuche oder persönliche Termine vermerkt werden und so stets für das gesamte Pflegeteam präsent sind.
Die Dokumentation wird somit auf allen Wohnbereichen und in den unterschiedlichen Häusern der AWO Rheinland Stück für Stück einheitlicher, was nicht nur Mitarbeitern hilft, die kurzfristig auf einem ihnen unbekannten Wohnbereich aushelfen müssen. Auch die interne Qualitätssicherung des Verbandes kann sich im Vorfeld von Pflegevisiten schon am Schreibtisch online einen schnellen Überblick über die Dokumentation verschaffen.

Gerade diese übersichtliche Auswertung ist für Einrichtungsleiter Carlo Strohe vom AWO Seniorenzentrum Mayen eine zusätzliche Sicherheit. "Die Situation in meinem Haus wird umfassend abgebildet, ich kann mir schnell einen Überblick verschaffen, erkenne mögliche Schwachstellen sofort auch im Detail und kann dann intervenieren", beschreibt Strohe die Arbeitserleichterung durch den Einsatz von DANtouch und ergänzt: "Ich bin jetzt beruhigter."


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