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Das Dokumentationssystem DAN-GSI – Eine kurze Einführung

Auf der Grundlage der Ergebnisse des Thüringer Projektes zur Optimierung des Pflegeprozess entstand gemeinsam mit der Dan Produkte Pflege­dokumentation GmbH Siegen das Pflege­dokumentations­system DAN-GSI.

Zum neu entwickelten System gehören drei Elemente:

  • das eigentliche Pflege­dokumentations­system DAN-GSI
  • ein modularisiertes Schulungs­programm "Pflegeprozess optimal", das in die Elemente von DAN-GSI einführt und vom Georg-Streiter-Institut für Pflege­wissenschaft angeboten wird
  • der vorliegende Leitfaden, der sich als Ratgeber für "unterwegs" versteht.

Bei der Entwicklung des Dokumentations­systems DAN-GSI galten von Anfang an folgende Prämissen:

1. Professionelle Pflege braucht ein solides und praxistaugliches theoretisches Fundament (Pflegetheorie[n]/Pflegemodell[e]), d.h. eine Grundlage, die alle Pflegenden verstehen, akzeptieren und anwenden, denn professionelles Handeln in der Pflege erfordert theoriebasiertes Arbeiten, aktuelles Wissen und kontinuierliches (lebenslanges) Lernen (vgl. Berufsgesetze der Krankenpflege/Altenpflege).

2. Pflege als professionelle Fallarbeit braucht den Pflegeprozess als unentbehrliches Instrumentarium für qualitativ hochwertiges pflegerisches Handeln, in dessen Verlauf sicherzustellen ist, dass dem Pflegebedarf des Pflegebedürftigen angemessen Rechnung getragen wird. Entsprechende Interventionen gilt es deshalb - im Idealfall - mit dem Pflegebedürftigen bzw. seinen (pflegenden) Angehörigen auszuhandeln, auf der Grundlage aktueller pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse zu überprüfen und ggf. mit dem Pflegebedürftigen und/oder seinen Angehörigen zu verändern.

3. Erst die Dokumentation der Befunde, der Maßnahmen/Interventionen, der Evaluation etc. schließt professionelles pflegerisches Handeln ab. Die Pflegedokumentation ist ein Kernelement der Informationsweitergabe und somit das wichtigste Arbeitsmittel der Pflege.

4. In der stationären und ambulanten Pflege unter den aktuellen gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen gilt grundsätzlich: für jeden pflegebedürftigen Menschen steht täglich nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung, die angemessen, unter besonderer Berücksichtigung der individuellen Situation, einzusetzen ist. Ein gutes Pflegedokumentationssystem trägt zu dieser Angemessenheit bei, wenn insbesondere folgende Regeln beachtet werden:

(a) Alles wird nur einmal dokumentiert, so kann zeitraubende Mehrfachdokumentation erheblich eingeschränkt werden.
(b) "Weniger" ist "mehr", dass heißt, es werden ausschließlich pflegerelevante Aspekte dokumentiert. Dieses Prinzip hilft, den Blick professionell Pflegender für das Wesentliche zu schärfen.
(c) Vor der Einführung neuer Dokumentationsteile gilt es intensiv zu prüfen, inwieweit nicht bereits das bestehende System ausreichende Möglichkeiten zur Dokumentation bietet.

Mit dem Pflegedokumentationssystem DAN-GSI wird gleichzeitig ein "pflegeortunabhängiges" System vorgelegt, das gleichermaßen in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen eingesetzt werden kann und somit zu einer Reduzierung der sog. Schnittstellenprobleme beiträgt. Im Rahmen von 34 Fallbeispielen konnte sogar gezeigt werden, dass der Einsatz von DAN-GSI prinzipiell auch in der Akutversorgung im Krankenhaus möglich ist.


Download "Broschüre DAN-GSI – weniger ist mehr!" im PDF-Format (3.3 MByte)


 
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