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Vor der Veröffentlichung einer Grundsatzstellungnahme zur Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz in stationären Pflegeeinrichtungen betonte der MDS-Pflegeexperte Bernhard Fleer jetzt in einem Interview die dringende Notwendigkeit von Instrumenten zur Situationsbeschreibung und Interventionsanalyse. Bewohnerbefragungen und Interviews eigneten sich nur begrenzt, da sie vor allem "sozial erwünschte positive Antworten" lieferten. Die Autoren der MDS-Grundsatzstellungnahme fordern deshalb eine verstehende Diagnostik, wie sie besonders mit dem Innovativen demenzorientierten Assessmentsystem IdA möglich ist.
Dabei spielt der wertschätzende und verstehende Umgang mit einem herausfordernden Verhalten eine zentrale Rolle. Verhaltensweisen wie dauerhaftes Rufen, Aggressivität oder Apathie belasten nicht nur die Betroffenen, sondern stellen auch für die Pflegenden im Arbeitsalltag einer Einrichtung eine große Herausforderung dar. Mehrere Fachmedien der Pflegebranche stellen in diesem Zusammenhang das praxiserprobte Formularsystem IdA als wichtiges Werkzeug heraus, das Pflegenden beim Verstehen des herausfordernden Verhaltens von demenziell veränderten Bewohnern hilft.
Das Innovative demenzorientierte Assessmentsystem IdA wurde von der renommierten Pflegewissenschaftlerin Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik von der Universität Witten/Herdecke und der DAN Produkte Pflegedokumentation GmbH entwickelt und trägt auf wissenschaftlich fundierter Basis Informationen zum herausfordernden Verhalten und der individuellen Lebenssituation des Betroffenen zusammen, um sie sinnvoll miteinander in Verbindung zu setzen. Dabei werden auch Umfeldfaktoren oder wichtige Erlebnisse aus dem bisherigen Leben des Bewohners einbezogen. Die Verknüpfung der erhobenen Daten zeigt dem Pflegeteam dann wichtige Zusammenhänge auf und weist auf sinnvolle Pflegemaßnahmen hin.
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Durch die Konzentration auf die wichtigsten Kernfragen deckt IdA alle wissenschaftlich notwendigen Themenfelder ab, bleibt aber ein komprimiertes und alltagstaugliches Arbeitswerkzeug für die Pflege.
Neben der Formularversion gibt es IdA auch als eigenständige EDV-Anwendung. Sie verknüpft Daten, die innerhalb des demenzorientierten Assessments abgefragt werden, automatisch miteinander und liefert auf Knopfdruck eine übersichtliche Auswertung.
In einem Praxistest machten Einrichtungen in ganz Deutschland mit IdA bereits positive Erfahrungen und konnten viele Situationen für Bewohner und Pflegende gleichermaßen entspannen. 82 % der an einer Testphase teilnehmenden Pflegekräfte gaben an, gute Erfolge mit dem System erzielt zu haben und weiter mit IdA arbeiten zu wollen. Die Datensammlung und Verknüpfung sorgte in zahlreichen Fällen für deutlich mehr Verständnis und weniger Stress auf Seiten der Pflegenden. Mit dieser verstehenden Diagnostik als Grundlage konnten dann zielgenau wirksame Maßnahmen geplant und das herausfordernde Verhalten oftmals deutlich abgemildert oder sogar in eine positive Situation für den Betroffenen verwandelt werden.
Der MDS hatte die Entwicklung des Assessmentsystems, das wissenschaftlich auf den "Rahmenempfehlungen zum Umgang mit herausforderndem Verhalten von Menschen mit Demenz in der stationären Altenhilfe" des Bundesministeriums für Gesundheit basiert, bereits kurz nach der Entstehung als wichtige Unterstützung für die verstehende Diagnostik gelobt. Bei der Umsetzung der nun im Herbst erscheinenden Grundsatzstellungnahme zur Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz ist IdA somit ein zentraler Bestandteil und eine solide Basis für die Intervention und Pflegeplanung bei herausforderndem Verhalten.
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