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Wenn demenzkranke Menschen ihre Schmerzen nicht mehr selbständig ausdrücken können, müssen Pflegende auf verschiedene Verhaltensweisen sowie körperliche Anzeichen achten und diese richtig interpretieren. Die dabei hilfreiche BESD-Skala der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) hat die DAN Produkte Pflegedokumentation GmbH jetzt als erster Anbieter in ihr Sortiment aufgenommen.

Mit dem Fortschreiten einer Demenzerkrankung geht oftmals auch die Fähigkeit verloren, das eigene Befinden gegenüber der Umwelt adäquat zu beschreiben und Schmerzen verständlich mitzuteilen. Die Fachmediziner der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. haben in ihrer anerkannten BESD-Skala deshalb indirekte Schmerzkennzeichen identifiziert, die von Pflegenden anhand der Atmung, der körperlichen Verhaltensweisen und der Lautäußerungen des Bewohners oder Klienten strukturiert beobachtet und eingeschätzt werden können.

Anhand einzelner Punktwerte zu jedem Themenkomplex sowie einer Gesamtsumme kann der Schmerzgrad zum jeweiligen Beobachtungszeitpunkt eingeschätzt werden. Bei mehreren Erhebungen über einen längeren Zeitraum hinweg sind so Veränderungen zu beobachten und zu dokumentieren, die zum Beispiel Aufschluss über die lindernde Wirkung einer Schmerzmedikation geben. Die BESD-Skala (BEurteilung von Schmerzen bei Demenz) hilft Pflegenden somit bei der Erfassung von Schmerzen bei nicht mehr kommunizierenden Demenzkranken und liefert auch den behandelnden Ärzten wichtige Informationen zum Verlauf und Erfolg der angewandten Schmerztherapie.

Diese in der Fachwelt bereits seit Längerem anerkannte Skala ist jetzt als kompaktes und alltagstaugliches Instrument im Formularsortiment der DAN Produkte Pflegedokumentation GmbH erhältlich. Sie ergänzt die bereits vorhandenen DAN-Formulare zur Schmerzerfassung sowie das Schmerzprotokoll und berücksichtigt die neuen Anforderungen durch die steigende Zahl von demenzkranken Bewohnern und Klienten in der stationären und ambulanten Pflege.

Das Formular enthält neben den Beobachtungsitems und der Auswertung auch eine erklärende Legende zu den einzelnen Aspekten des Schmerzverhaltens. Diese erläutert die Beobachtungsfragen im Innenteil des Formulars und erleichtert die Einordnung des Verhaltens des Bewohners oder Klienten sowie die praktische Anwendung der Skala. Die BESD-Skala bildet eine wichtige Grundlage für Maßnahmen zur Schmerzlinderung und Schmerzvermeidung in der Pflegeplanung für Menschen mit Demenz, die ihr subjektives Schmerzempfinden nicht mehr verbal äußern können.

Das Formular ist ab sofort erhältlich, mit dem nächsten Update wird die BESD-Skala auch in die EDV-gestützte Dokumentationslösung DANtouch integriert.

Zum Hintergrund: Die BESD-Skala wurde durch den DGSS-Arbeitskreis „Schmerz und Alter" erarbeitet und ist eine deutsche Übersetzung und Anpassung der international anerkannten PAINAD-Scale. Das Instrument wurde bereits nach strengen wissenschaftlichen Vorgaben erfolgreich evaluiert und erprobt. Die seit 1975 bestehende Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) ist die wissenschaftliche Schmerzgesellschaft in Deutschland und mit rund 3.000 Mitgliedern die größte in Europa. Als deutsche Sektion der International Association for the Study of Pain (IASP) ist die DGSS Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).


Presseinformation zur Schmerzerfassung bei Demenzkranken
(PDF-Format, 579 kByte)

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