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IHK und das Zentrum Frau in Beruf und Technik luden zum Manager/innen-Talk
"Siegener Zeitung" vom 5. Oktober 2011:
IHK und das Zentrum "Frau in Beruf und Technik" luden zum "Manager/innen-Talk"
Die Industrie- und Handelskammer Siegen und das Zentrum "Frau in Beruf und Technik" mit Sitz in Castrop-Rauxel hatten zum "Manager/-innen-Talk" in den Berhard-Weiss-Saal der Industrieund Handelskammer in Siegen eingeladen. Eine Veranstaltung, die finanziell von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen unterstützt wird.

Prof. Dr. Hanna Schramm-Klein, Prorektorin
der Uni Siegen, IHK-Hauptgeschäftsführer
Franz J. Mockenhaupt und Petra Kersting,
Leiterin des Zentrums Frau in Beruf und
Technik (vorne v. l.) anlässlich des
Managerinnen-Talks bei der Industrie- und
Handelskammer Siegen.
Auf dem Podium war allerdings kein Manager vertreten, allenfalls im Plenum. Die hielten sich aber auch in der Fragerunde bedeckt. Bereits im Jahr 2009 gingen die Schulabgängerzahlen um 24 Prozent zurück, viele Ältere schieden aus dem Arbeitsleben aus, so IHK-Hauptgeschäftsführer Franz J. Mockenhaupt in seiner Begrüßung. Es gelte also, Vorsorge zu treffen und Wege aus dieser negativen Entwicklung für die Arbeitswelt zu finden. Inzwischen habe ein Zusammenschluss von Institutionen gemeinsam einen Handlungsrahmen mit 27 Vorschlägen entwickelt.
Im Grunde handele es sich dabei um vier Bereiche, um Arbeitskräfte zu requirieren: Es müsse sich mehr um junge Menschen gekümmert werden, auf Menschen mit Migrationhintergrund und fachlicher Ausbildung sei zuzugehen und Menschen, die können und wollen, länger am Arbeitsleben teilnehmen lassen. Und schließlich werde die Frauenquote zu stark vernachlässigt, die im IHK-Bezirk gegenüber dem Landesdurchschnitt mit 47 Prozent nur 42 Prozent ausmache. Hier liege eine Chance, immerhin 5000 Arbeitsplätze auszufüllen.
Auch Petra Kersting, Leiterin des Zentrums Frau in Beruf und Technik, würdigte die zukunftweisende Veranstaltung, die 29. landesweit in bislang fünf Jahren. Es gelte, Führungspotenziale der Frauen sichtbar zu machen. Und diese Frauen seien sehr wohl zu finden. Sie empfahl, Netzwerke zu gründen und forderte, den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu fördern.
Zum Thema "Vereinbarkeit Familie und Beruf: Zugewinn oder Zumutung?" schilderte Prof. Dr. Hanna Schramm-Klein, Prorektorin der Universität Siegen, ihre eigene familiäre Situation als Impulsvortrag, sicher ein Glücks- und damit wohl auch Einzelfall. Sie Professorin mit eigener Zeitgestaltung, zwei Kinder in der Ganztagsbetreuung, die sie auch vom Staat generell einforderte, und ein Ehemann als Freiberufler. Als Diskutantinnen auf dem Podium stellte die Moderatorin des Abends, Anke Fabian von EiQ inspirationel quality in Düsseldorf, Nicole Trettner, Leiterin Personalmanagement von Hering Bau in Burbach, Viola Frenyo, Geschäftsbereichsleiterin Service bei SMS Siemag AG in Hilchenbach, Dagmar Lange, Präsidentin des Landgerichts Siegen, Iris Christiansen, Geschäftsführerin von Dan-Produkte in Siegen und Julia Gertz, Personalleiterin der Buhl Data Service GmbH in Neunkirchen, vor.
In ihren Statements sprachen sie unter anderem von Ehrlichkeit bei der Werbung von Arbeitskräften - wobei die klassische Werbung über Zeitungsanzeigen bevorzugt werde -, von der Wertschätzung der Mitarbeiter und der Möglichkeit von Mütter- und zunehmend auch Väter-Erziehungsurlauben und mehr. Flexible Arbeitszeiten, wo möglich, hätten sich bewährt.

Artikel aus der Siegerner Zeitung, Ausgabe vom 05.10.2011 (PDF-Format, 450 kByte)
